Mühlen-Kalender 2022
13 Mühlenbilder (Windmühlen, Wassermühlen und Mühlen-Innenansichten)
Felix Körner

DIN A3 Hochformat, Spiralbindung mit Aufhänger.

607
978-3-87696-173-6
901 g

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Das Kalenderkonzept Neben einem großen, im Alltag nutzbaren Kalenderteil, soll der... mehr
Mühlen-Kalender 2022
13 Mühlenbilder (Windmühlen, Wassermühlen und Mühlen-Innenansichten)


Das Kalenderkonzept

Neben einem großen, im Alltag nutzbaren Kalenderteil, soll der Mühlenkalender auf erhaltene Kleinmühlen in ganz Deutschland aufmerksam machen. Alle abgebildeten Mühlen besitzen noch ihre technische Maschineneinrichtung und sind lohnende Besuchsziele für Mühlenfreunde. Die Auswahl der Mühlen und Fotomotive ist weiträumig und es werden sowohl Außen- als auch Innenfotos abgebildet. Der Kalender erschien erstmalig im Jahr 2011.

 

Vom Niedergang der dezentralen Mehlversorgung – das sogenannte Mühlensterben

Über mehrere Jahrhunderte waren mit Muskel-, Wind- oder Wasserkraft betriebene Mühlen bauliche Errungenschaften des Menschen und Bestandteil des alltäglichen Lebens. In den meisten Dörfern gab es mindestens eine Mühle. Der technische Fortschritt ließ diese Kleinbetriebe bereits vor hundert Jahren unrentabel werden und es setzte ein Mühlensterben ein, welches Ende der 1950er-Jahre durch das Mühlenstilllegungsgesetz seinen Höhepunkt fand. Wesentliche Faktoren für das Verschwinden der Dorfmühlen waren stärkere und dauerhaft verfügbare Kraftquellen wie Kraftstoffe aus Mineralöl sowie die bis 1950 fast überall verfügbare Elektrizität, verbesserte Transportwege und moderne Kraftfahrzeuge, industriell in großen Mengen hergestellte und daher preiswertere Mehle, gestiegene Ansprüche an die Mehlerzeugnisse und an die Hygiene, staatliche Enteignungen und brandaktuell der seit über zehn Jahren verschärfte Kampf von Umweltbehörden gegen die jahrhundertealten und in die Natur eingefügten kleinen Stauanlagen. Eine heute noch mit historischer Technik erhaltene Kleinmühle ist selten, ein noch mit über 60 Jahre alter Technik arbeitender Betrieb nahezu nirgends mehr zu finden.

Um die wenigen noch erhaltenen historischen Mühlen zu schützen, haben engagierte Mühlenbetreiber 2017 die Müllergilde gegründet. Ein erster Erfolg der Gilde ist die im Dezember 2018 erfolgte Aufnahme des traditionellen Müllerhandwerks in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO.

 

Abgebildete Mühlen:

  • Bockwindmühle Ballstädt/­Landkreis Gotha/Thüringen
  • Dorfmühle Jakobsthal bei Heigenbrücken/Landkreis Aschaffenburg, Spessart/Bayern
  • Mösmühle Stafflangen/Landkreis Biberach/Baden-Württemberg
  • Erdholländer Werdum/Landkreis Wittmund/Niedersachsen
  • Mühle des Hilzingerhofes im Glottertal, nördlich von Freiburg/Breisgau, Hochschwarzwald/Baden-Württemberg
  • Schwalheimer Rad der Saline Bad Nauheim/Wetteraukreis/Hessen
  • Straubenhöfmühle bei Sasbachwalden/Ortenaukreis/Baden-Württemberg
  • Kellerholländer „Auguste“ in Groß Wittensee/Kreis Rendsburg-Eckernförde/Schleswig-Holstein
  • Gutsmühle Wetterscheidt bei Mertendorf/Burgenlandkreis/Sachsen-Anhalt
  • Erdholländer „Auf der Höchte“ in Hille/Kreis Minden-Lübbecke/Nordrhein-Westfalen
  • Galerieholländer Oberneuland/Bremen
  • Dinkelmühle Graf in Tannheim, bei Memmingen/Landkreis Biberach, nahe der Grenze zu Bayern/Baden-Württemberg
  • Galerieholländer Sterrenberg in Upgant-Schott/Landkreis Aurich/Niedersachsen

Versandhinweis: Das reale Gewicht beträgt 341 g. Aus versandtechnischen Gründen (Format DIN A3) zeigt der Shop ein höheres Gewicht, das auch zur Berechnung verwendet wird.

Weiterführende Informationen
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Felix Körner

Die Fotos des Mühlenkalenders und die dazugehörenden Erläuterungen stammen von Felix Körner aus Mannheim. Schon von Kindheit an interessierte er sich für sämtliche Arten historischer Mühlen. Eine familiäre oder regionale Beziehung zu einer Mühle gab es nicht.

Für seine Exkursionen zu den jeweiligen Mühlen nutzt Körner einen Großteil seines Jahresurlaubs. Beim Besuch der historischen Mühlen interessiert er sich für die Maschinenausstattung, die persönlichen Berichte der Mühlenbesitzer und für die Historie des Mühlenobjektes. Daher ist es ihm möglich, die im Kalender abgebildeten Mühlen fachgerecht zu beschreiben und auf Besonderheiten einzugehen.

Seine Fotos macht Körner zwar seit 2011 mit einer handelsüblichen Digitalkamera, doch wie zu Zeiten analoger Fototechnik erkundet er zunächst die örtlichen Gegebenheiten und macht seine Fotos dann zu den Tageszeiten und Lichtverhältnissen, die für das Motiv optimal geeignet sind. Eine nachträgliche elektronische Bearbeitung der Fotos wird bewusst unterlassen, damit die Bilder möglichst natürlich und authentisch wirken.

Felix Körner erlernte den Beruf des Industriemechanikers, absolvierte im Anschluss ein Studium der Fachrichtung Engineering und arbeitet seit etwa 15 Jahren als Konstrukteur. Mühlenfreunden gibt er gerne seine Ratschläge rund um das Thema „historische Mühlen“ weiter.

 

Der Autor dankt an dieser Stelle dem Mühlensachverständigen Uwe Karstens aus Langenrade, welcher von Beginn an die kritische Durchsicht und Korrektur der Kalendertexte vorgenommen hat, sowie dem Verlag Moritz Schäfer, der sich bereit erklärt, trotz kleiner Auflagen diesen besonderen Kalender zu veröffentlichen.

Der Dank gilt außerdem allen, die sich aktiv für die Erhaltung von industriellem Kulturgut einsetzen, im Besonderen Mühlenbesitzern und Mühlenvereinen. Mangels öffentlicher Fördergelder müssen die meisten Erhaltungsmaßnahmen nämlich von den Besitzern getragen werden, was kostspielig und zeitintensiv ist. Ohne privates Engagement für technische Denkmale gäbe es heute und für zukünftige Generationen keinen realen Bezug mehr zur Lebensweise unserer Vorfahren, deren Wandel zum heutigen Lebensstil sich mancherorts erst vor wenigen Jahrzehnten vollzogen hat.