Artikelbild
Grundlagen morphodynamischer Phänomene in Fließgewässern
DWA-Regelwerk / Merkblatt DWA-M 526
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA)
August 2015

70 Seiten, Format DIN-A4.

256
978-3-88721-244-5
263 g

lieferbar
86,00 € *

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Lokale Eingriffe oder großräumige Umgestaltungsmaßnahmen an Flussläufen haben häufig... mehr
Grundlagen morphodynamischer Phänomene in Fließgewässern
DWA-Regelwerk / Merkblatt DWA-M 526

Lokale Eingriffe oder großräumige Umgestaltungsmaßnahmen an Flussläufen haben häufig weitreichende Auswirkungen auf das hydraulisch-sedimentologische Gleichgewicht und auf die Gewässermorphologie. Die Planung und Umsetzung von Maßnahmen, insbesondere im Hinblick auf die Erreichung des guten ökologischen/morphologischen Zustands (EG-Wasserrahmenrichtlinie), setzt deshalb grundlegende Kenntnisse über die in den Gewässern zu beobachtenden morphodynamischen Phänomene und die damit verbundenen Prozesse voraus.

Die Morphologie von Fließgewässern steht mit der Strömung in komplexer Wechselwirkung. Eine hinreichend große Strömungsbelastung führt an der Gewässersohle zur Umlagerung des dort vorhandenen Materials und damit verbunden zur Ausbildung von morphologischen Strukturen, welche wesentlicher Bestandteil der morphodynamischen Phänomene sind. In Abhängigkeit vom betrachteten Naturraum bilden sich verschiedenste solcher Strukturen aus. Je nach Randbedingung (z. B. Gefälle, Korngrößenspektrum, Kornmaterial etc.) können sogenannte Step-Pool-Systeme, Deckschichten oder Transportkörper auftreten und die zugehörigen Laufformen reichen von Verzweigungen bis zu Mäandern. Die Größenordnung dieser morphologischen Strukturen reicht hierbei von zentimetergroßen Riffeln bis zu meterlangen Dünen, hundertmeterlangen Bänken und kilometerlangen Mäandern.

Das Merkblatt DWA-M 526 „Grundlagen morphodynamischer Phänomene in Fließgewässern“ beinhaltet die Beschreibung und Erläuterung der „natürlichen“ morphodynamischen Phänomene in Fließgewässern, die für das Prozessverständnis der Entstehung und des Zerfalls morphologischer Strukturen sowie des Sedimenttransports erforderlich sind. Zusätzlich wird als bauwerksbedingtes Phänomen die Buhnenfeldverlandung behandelt, da Buhnen den Flusslauf über lange Strecken festlegen und somit die Uferstruktur prägen. Die Beschreibungen und Erläuterungen konzentrieren sich auf die morphodynamischen Phänomene im Flussschlauch der Gewässer.

Das Merkblatt wendet sich an die Unterhaltungspflichtigen in den verschiedenen Verwaltungsebenen, Kommunen, Länder, Wasserwirtschaftsverbände, Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen sowie Ingenieurbüros aber auch an die Entscheidungsgremien sowie an die Fachleute vor Ort.

Weiterführende Informationen