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Wie is(s)t Deutschland 2030?
Nestlé Zukunftsstudie
Nestlé Zukunftsforum (Hrsg.)
1. Aufl. 2015

208 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, ­Grafiken und Tabellen, Format 26 x 19 cm, broschiert.

278
978-3-86641-309-2
820 g

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Wie is(s)t Deutschland 2030?
Nestlé Zukunftsstudie

Wenn Algen, In-Vitro-Fleisch und Insekten-Burger tiefgekühlt mit Drohnen nach Hause geliefert werden, dann könnte es sich um eine Online-Bestellung aus dem Jahr 2030 handeln. Wie sich der Wandel unserer Werte, der Kommunikation und der Medizin auf unser Einkaufs- und Ernährungsverhalten auswirken, hat die Nestlé-Zukunftsstudie „Wie is(s)t Deutschland 2030?“ untersucht.

Erstmals gaben die Menschen in Deutschland Antworten auf die Frage, wie sie in Zukunft essen möchten. Hierzu beurteilten in ­einer repräsentativen Befragung über 1000 Konsumenten fünf Zukunftsszenarien. Ein Ergebnis dieser Befragung: 80% der Menschen in Deutschland blicken positiv in die Zukunft. 12% werden als „Zukunftsgestalter“ den Wandel der Ernährung aktiv mitgestalten.

Die Gewohnheiten rund um das Kochen und Essen haben sich grundsätzlich geändert. Die Vielfalt wächst, und das Angebot an hochwertigen Nahrungsmitteln wird größer. Der Unterschied zu früher ist jedoch signifikant: Der Anteil von Produkten direkt vom Feld oder aus dem Stall sinkt stark. Das hat mehrere Gründe. Einerseits passen der Aufwand und die schädlichen Aus­wirkungen, die mit der Herstellung von Fleisch- und Milchprodukten verbunden sind, nicht mehr in den ethisch-moralischen Grundkonsens. Andererseits sind sie für den Mainstream schlichtweg zu teuer geworden. Echte tierische Produkte bedienen nun das Premium- und Luxussegment. Artgerechte Haltung, lokale Herkunft und besondere Ressourcenschonung sind dafür selbstverständlich geworden, machen die Produkte aber auch teurer.

Für den Einzelnen ist Effizienz beim Einkaufen wichtiger denn je: Es gilt, auch hier Kosten und Ressourcen zu sparen. Dass man mehrmals pro Woche selbst mit dem eigenen Auto ein paar ­Kilometer zum Supermarkt einkaufen fährt, mutet 2030 seltsam an. Transport und Lieferung lassen sich anders besser organisieren: Kurze Wege gewinnen, das ist in der Verbrauchermeinung klar. Es wird mehr, dafür kleinere Einkaufsmöglichkeiten in Gehdistanz geben. Der Besuch lokaler Wochenmärkte und Fachgeschäfte gehört für die meisten dazu. Online bestellte Waren werden entweder nach Hause oder in lokale Verteilzentren in der Nähe geliefert, in denen Kühlmöglichkeiten vorhanden sind. Grundnahrungsmittel werden gerne in einer Flatrate bezogen. Die Lieferung ist in der Regel umweltfreundlicher – und für den durchschnittlichen Konsumenten, der mittlerweile kein eigenes Auto mehr besitzt, einfach leichter im Alltag zu bewerkstelligen.

Wer eine fundierte Debatte über die Zukunft der Ernährung führen möchte, muss die Nestlé-Zukunftsstudie gelesen haben. Das Buch richtet sich an alle, die in Forschung, Kultur, Wissenschaft und Politik die Ernährung gestalten möchten. Sowohl für die Food-lndustrie als auch den Food-Handel ist die Studie von hoher Relevanz. Sie skizziert mögliche Zukunftsszenarien und liefert umsetzbare Erkenntnisse. Zahlreiche Experteninterviews und Gespräche mit Trendforschern runden die Darstellung ab.

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