Artikelbild
Fischaufstiegsanlagen und fischpassierbare Bauwerke – Gestaltung, Bemessung, Qualitätssicherung
DWA-Regelwerk / Merkblatt DWA-M 509
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA)
Mai 2014

334 Seiten, zahlreiche farbige Grafiken, Abbildungen und Tabellen, Format DIN A4.

347
978-3-942964-91-3
973 g

lieferbar
134,00 € *

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Zahlreiche Querbauwerke unterbrechen sowohl die lineare Durchgängigkeit der Flusssysteme als auch... mehr
Fischaufstiegsanlagen und fischpassierbare Bauwerke – Gestaltung, Bemessung, Qualitätssicherung
DWA-Regelwerk / Merkblatt DWA-M 509

Zahlreiche Querbauwerke unterbrechen sowohl die lineare Durchgängigkeit der Flusssysteme als auch die laterale Anbindung von Neben- und Auengewässern für Fische und aquatische Wirbellose, womit ein fischpassierbarer Umbau von Wanderhindernissen oder gar der Bau funktionsfähiger Fischaufstiegsanlagen erforderlich wird.

Das Merkblatt ersetzt das DVWK-Merkblatt 232/1996 „Fischaufstiegsanlagen – Bemessung, Gestaltung, Funktionskontrolle“ und befasst sich ausschließlich mit der Gewährleistung stromaufwärts gerichteter Wanderungen von Fischen und Wirbellosen. Im neuen Merkblatt wird keine Unterteilung mehr in „naturnahe“ und „technische“ Bautypen vorgenommen, da über die Funktionsfähigkeit einer Aufstiegsanlage letztlich nur ihre Anordnung, Bemessung und Konstruktion entscheiden, während das verwendete Baumaterial oder landschaftsästhetische Gesichtspunkte von nachrangiger Bedeutung für die Funktionsfähigkeit sind.

Geometrische und hydraulische Vorgaben werden durch die Einführung von Grenz- und Bemessungswerten präzisiert sowie die Berechnungsverfahren neueren Erkenntnissen angepasst. Während eine Überschreitung fischökologisch begründeter Grenzwerte eine Einschränkung der Funktionsfähigkeit erwarten lässt, berücksichtigen Bemessungswerte bauliche und betrieblich bedingte Abweichungen bei den verschiedenen Konstruktionstypen. Der Leser erhält umfassende Informationen zu den Kriterien für die Umgestaltung von Quer- und Kreuzungsbauwerken, Siel- und Schöpfbauwerken, Hochwasserrückhaltebecken sowie Schiffsschleusen und Bootsgassen.

Ziel ist, dass die Fischaufstiegsanlagen und die fischpassierbaren Bauwerke an mindestens 300 Tagen im Jahr von den größten bis zu den leistungsschwächsten Arten gleichermaßen auffindbar und passierbar sind. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Qualitätskontrolle bei der Planung und Bauausführung, um die Einhaltung der Funktionskriterien sicherzustellen. Es werden anhand von Beispielen die biologischen und technischen Grundlagen vorgestellt sowie die Berechnungsverfahren und die Berechnungsschritte für die Gestaltung und Bemessung von fischpassierbaren Raugerinnen und Fischaufstiegsanlagen erläutert.


Das Merkblatt ist u.a. für alle Betreiber von Wasserkraft- und Wehranlagen bestimmt, die sich mit dem Thema „Durchgängigkeit von Gewässern“ befassen oder für diese Fragen ein sonstiges Interesse haben.

Weiterführende Informationen