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Die Mühle aus Weipertshofen
Mahlen und sägen für das Dorf – Häuser, Menschen und Museum Band 5, Hohenloher Freilandmuseum
Albrecht Bedal (Hrsg.)
2010

142 Seiten, broschiert.

509
978-3-9813634-0-1
417 g

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Das 1979 gegründete, in der Nähe von Schwäbisch Hall gelegene Hohenloher Freilandmuseum mit... mehr
Die Mühle aus Weipertshofen
Mahlen und sägen für das Dorf – Häuser, Menschen und Museum Band 5, Hohenloher Freilandmuseum

Das 1979 gegründete, in der Nähe von Schwäbisch Hall gelegene Hohenloher Freilandmuseum mit seinen über 60 Gebäuden zeigt auf 40 Hektar mit den hierher versetzten länd­lichen Gebäuden vom Taglöhnerhaus über das Großbauerngehöft bis zum Dorfbahnhof und Schweinestall in einer für Besucher sehr beeindruckenden Weise die Geschichte des Hohenloher Raumes, vor allem seiner Menschen mit ihrer Arbeit, ihren Hoffnungen, ihren Sorgen und Freunden in früheren Zeiten.

Eines der neuesten Objekte des Museums, das von einem gemeinnützigen Verein getragen wird, ist die Mühle aus Weipertshofen, zu deren Eröffnung die vorliegende Publikation erschienen ist. Die Translozierung (darunter wird – im Unterschied zur kompletten Zerlegung eines Gebäudes in seine Einzelteile – die unzerlegte Versetzung ganzer Gebäudeteile verstanden) des Mühlenensembles war mit zahlreichen Hindernissen verbunden und hat das Hohenloher Freilandmuseum mehr als zwei Jahrzehnte beschäftigt. Nach fünf Jahren Aufbauzeit sei es nun gelungen, das Mühlenanwesen zu präsentieren. Noch fehlt der Wasserbau, der die Mühle erst zur Mühle macht und sie eines Tages wirklich wieder zum Laufen bringen könnte.

Erwähnt wurde diese Mühle erstmals in der Mitte des 14. Jahrhunderts. Gut dreihundert Jahre später – nämlich 1687 – entstand das jetzige Haus. Die Mahlmühle stellte bereits Anfang der 1920er-Jahre den Betrieb ein. Im Nachhinein (für uns heute) ein Glücksfall, denn so unterblieb die Erneuerung und Umstellung auf die moderne Turbinen- und Walzenstuhltechnik. Stattdessen blieb die alte Technik der „Deutschen Mühle“ mit Wasserrad und Mahlsteinen weitgehend original erhalten und kann nun im Hohenloher Freilandmuseum bestaunt werden – im Zustand von Mitte des 19. Jahrhunderts, der sich kaum von dem der Mühlen im Mittelalter unterscheidet.

„Die Mühle aus Weipertshofen“, ein mit zeitgenössischen Dokumenten und Abbildungen reichlich illustriertes Buch, bietet einen spannenden Querschnitt mit Ein­blicken in das Gebäude, die Familie, die Mühlentechnik und das historische Umfeld. Ein ansprechendes und anregendes Buch über die Mühle aus Weiperts­hofen mit all ihren Facetten, das so manchen Mühlenfreund auch außerhalb der Region begeistern wird.

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