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„Viele Wenige machen ein Viel“
Eine Technik- und Umweltgeschichte der Kleinwasserkraft (1880 – 1930)
Christian Zumbrägel
1. Aufl. 2018

351 Seiten mit 2 farbigen und 43 s/w-Abbildungen, 3 farbigen Karten. Format 23 x 16 cm, gebunden.

729
978-3-506-78746-0
733 g

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Aus der Reihe: Geschichte der technischen Kultur, Band 5 Der Autor arbeitet als... mehr
„Viele Wenige machen ein Viel“
Eine Technik- und Umweltgeschichte der Kleinwasserkraft (1880 – 1930)

Aus der Reihe: Geschichte der technischen Kultur, Band 5


Der Autor arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technikzukünfte am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und hat dieses Buch im Rahmen seiner Dissertation, die er 2016 an der TU Darmstadt eingereicht hat, erstellt. Das Buchcover und der Untertitel erklären, was mit dem Titel gemeint ist: Die Beständigkeit der alten Wasserräder, die noch bis in die Zeit zwischen den Weltkriegen weit verbreitet waren.

In dem Buch wird dargestellt, wie die guten alten Wasserräder einerseits die Vorläufer zu den modernen Turbinen sind, andererseits aber unter bestimmten Einsatzbedingungen bis weit ins 20. Jahrhundert in Gebrauch waren. Diese beiden Gegebenheiten ziehen sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Dabei wird besonders der Zeitraum um die Schwelle zum 20. Jahrhundert betrachtet, als Wasserräder in großer Zahl durch moderne Turbinen zur Stromerzeugung ersetzt wurden.

Gleichzeitig entstanden in dieser Zeit eine Vielzahl von Hybridkonstruktionen, die die Vorzüge beider Wasserkraftmaschinen vereinigten. Zwei sind besonders ausführlich behandelt: Die Hydrovolve, ein verbessertes schneller laufendes oberschlächtiges Wasserrad und die Durchströmturbine, die durch die Firma Ossberger in größerem Umfang und in längerer Zeit zum Einsatz kam.

Im weiteren Verlauf wird beispielhaft ausführlich auf die wasserwirtschaftliche Situation und Energiegewinnung in den westdeutschen Mittelgebirgen, im Bergischen Land und märkischen Sauerland eingegangen. Da geht es um die „weiße, grüne und schwarze Kohle“ für die frühindustrielle Eisenproduktion, um die Nutzungskonkurrenten Landwirtschaft und Fischerei sowie um den boomenden Talsperrenbau, dessen Anfänge mit der Beständigkeit der alten Wasserräder in Verbindung stehen.

Im Anhang findet man zahlreiche umfangreiche Verzeichnisse, der Literatur, der Quellen, der Personen etc. – Ein aufschlussreiches und empfehlenswertes Buch für alle Interessenten der Wasserkraft.

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