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Alte Mühlen in Bayern
Alte Mühlen in Bayern
Mühlen, Sägen, Schmieden, Stampfen
Gerhard Trumler und Andreas Ehrhardt
2020

224 Seiten, durchgehend farbig bebildert, Format 32 x 24 cm, Hardcover.

747
978-3-86222-343-5
1800 g

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Die Zeiten, in denen sich Mühlen an fast jedem Bach oder Fluss aneinanderreihten, sind (auch in... mehr
Alte Mühlen in Bayern
Mühlen, Sägen, Schmieden, Stampfen

Die Zeiten, in denen sich Mühlen an fast jedem Bach oder Fluss aneinanderreihten, sind (auch in Bayern) schon lange vorbei. Während der Mahlbetrieb der meisten Mühlen längst eingestellt und die Mühlbäche zugeschüttet wurden, erinnern manchmal nur noch die Namen an ihre Existenz. Von daher braucht es auf der Suche nach den einst in großer Zahl übers Land verteilten Mühlen mitunter einen geschulten Blick, wurde doch der weitaus größte Teil der betreffenden Gebäude im Laufe der Zeit umgebaut, verändert oder gar abgerissen.

Als unermüdlicher Chronist des „Verlorengehenden“ und als „Anwalt des Unscheinbaren“ hat es sich Gerhard Trumler zur Aufgabe gemacht, Erinnerungsarbeit zu leisten. Gegenwärtig zu den renommierten und herausragenden Fotografen Österreichs zählend, dessen Bilder auch in Galerien und Kunstmuseen ausgestellt werden, reiste er zwischen 2017 und 2019 quer durch Bayern, um mit seiner Kamera Hunderte noch betriebene, stillgelegte und verfallene Mühlen mit ihren Wasserrädern – Windmühlen waren im wasserreichen Bayern eine ganz seltene Ausnahme – im Foto für die Nachwelt festzuhalten.

Die dabei entstandenen Aufnahmen, die auch das Innere der Mühlen und die dort installierten Apparate zeigen, haben durchgehend eine brillante Qualität und bilden die Grundlage für den großformatigen Bildband „Alte Mühlen in Bayern“, zu dem der Müllerei- und Mühlenbautechniker Andreas Ehrhardt aus dem oberfränkischen Kulmbach entsprechende Texte verfasst hat. Der Autor, der sich als Fachmann im Vorstand des Bayerischen Landesverbandes für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung engagiert, ist mit dem Thema bestens vertraut und zieht alljährlich am Mühlentag im Rahmen ehrenamtlicher Mühlenführungen seine Gäste in den Bann.

Mit ihrem Buch „Alte Mühlen in Bayern“, das in die sieben Regierungsbezirke Bayerns (Unterfranken, Oberfranken, Mittelfranken, Oberpfalz, Niederbayern, Schwaben und Oberbayern) untergliedert ist, stellen Gerhard Trumler und Andreas Ehrhardt eine Welt vor, die unter die Räder gekommen ist und zu verschwinden droht. Auf äußerst ansprechende Weise, in der Kombination von hochwertigen Übersichts- und Detailaufnahmen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln mit kurzen, erläuternden Texten dokumentiert ihr Werk nicht nur die Vielfalt der bayerischen Mühlenlandschaft, sondern führt dem Betrachter auch die einstige Pracht und Schönheit vor Augen, die solch alten Bauten und ihren verborgenen Geräten innewohnt.

Wer das gelungene Buch in Händen hält und die verschiedenen Aufnahmen in Ruhe betrachtet wird merken, dass einige der Mühlen, Schmieden oder Sägen immer noch oder ganz neu mit Leben erfüllt sind. Die Menschen, die sie nutzen, tragen dafür Sorge, dass das Erbe ihrer Vorfahren nicht unwiederbringlich den (Mühl-)Bach hinuntergeht. Umfunktionierte Mühlen werden so vor dem endgültigen Verfall bewahrt und bieten ihren Gästen manchmal sogar eine authentische Möglichkeit, Einblick in ein traditionelles Handwerk zu erhalten. Denn auch heute wird das Bild der bayerischen Landschaft von gut erhaltenen Mühlen mit ihren Rädern geprägt, die man (be-)suchen kann. Wer sich hierzu inspirieren lassen möchte, dem kann das Buch „Alte Mühlen in Bayern“ wärmstens empfohlen werden. In jedem Fall wird der außergewöhnliche Bildband alle Mühlenfreunde begeistern und ihr Herz höher schlagen lassen.


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